Martin Fischer.
„Als Homo oeconomicus handelt der Mensch rational und wählt seine Handlung stets nach dem größten rationalen Eigennutzen“. So lernte ich während meines Betriebswirtschaftsstudiums eines der zentralen Modelle über menschliche Verhaltensweisen kennen.
Doch die Praxis nach dem Studium zeigte mir ein komplexeres Bild: Mitarbeiter, die den Wunsch nach Anerkennung haben, nach Zugehörigkeit zu Unternehmen und Führungskräften und die ermutigt werden wollen, Dinge anders und besser zu tun; die zwar auch auf ihren rationalen Vorteil schauen, aber ebenso Sinn und Zusammenhänge brauchen, um produktiv zu sein.
Pragmatismus, Ergebnisorientierung und betriebswirtschaftliches Denken zu kombinieren mit Sinnhaftigkeit, gutem Miteinander und gelungener Kommunikation – das ist die Aufgabe von Christlichem Management. Für das Unternehmen, die Führung und die Mitarbeiter soll es bewegend und nutzbringend sein. Intelligent und kein „frommes Gerede“. Dafür setze ich mich als Vortragsredner heute ein.
Meine acht wichtigsten Lebensstationen auf dem Weg dorthin:
1987 - 1989 Unteroffizier bei der Bundeswehr
Als Ausbilder bekam ich jedes Quartal „frische“ Soldaten – Mitarbeiter, die nicht unbedingt freiwillig und mit Begeisterung dabei waren. Ich habe nie zuvor und danach so viel über natürliche Autorität, wirksame Führung durch Persönlichkeit und Klarheit gelernt. Nicht zuletzt aus eigenen Fehlern und von beeindruckenden Vorbildern (im Guten wie im Schlechten).
1988 - 1990 Abendschule Fachoberschule Neu-Ulm
„Ohne Fleiß kein Preis!“
1990 bis dato Vom Atheisten zum überzeugten Christen
Während meines Studiums habe ich zum christlichen Glauben gefunden. Meine Überzeugung: Man kann nicht sonntags Christ sein und werktags „business-as-usual“ machen. Und so begleitet mich seither die Frage: „Wie ist es möglich, im Beruf authentisch als Christ zu leben – so dass dies auch für andere spürbar wird.“
1990 - 1994 Betriebswirtschaftsstudium in Nürtingen und London
Im Studium und in meinen Praktika stellte ich fest: Betriebswirtschaftliche
Kenntnisse sind relativ leicht zu erlernen und anzuwenden. Menschen zu einer guten und fruchtbaren Zusammenarbeit zu bewegen hingegen ungleich schwieriger. Und so faszinierten mich bereits im Studium die Fächer Betriebspsychologie, -soziologie, Führungslehre und Wirtschafsethik.
1996 - 1998 Assistent Vorstand Möbelgruppe DLW Aktiengesellschaft
dabei zu sein, wenn ein Teilkonzern restrukturiert und anschließend verkauft wird – das war extrem spannend. Hier erhielt ich tiefe Einblicke in Unternehmen, die in Schwierigkeiten geraten waren, und lernte Stück für Stück zu verstehen warum.
1998 - 2001 Vertriebsleiter Süd bei DLW (Haworth) Büroeinrichtungen GmbH
30 Jahre alt und die Verantwortung für 25 Mio. € Umsatz und sechs
Außendienstmitarbeiter – das forderte heraus. Zudem galt es, als junge Führungskraft die Akzeptanz der teilweise deutlich älteren Mitarbeiter zu gewinnen.
seit 2001 Trainer und Berater
In diesem Beruf lernt man viele Unternehmen und Unternehmenskulturen kennen. In manchen Unternehmen spürt man sofort: Hier herrscht ein anderer Geist, hier wird anders gearbeitet. Und als neugieriger Mensch treiben mich die Fragen an: Warum? Und wie lässt sich das für andere Unternehmen nutzen?
2004 - 2007 Fernstudium Katholische Theologie
Hier konnte ich die vielen theologischen Themen und Fragen, die mich seit langem bewegten, auf eine saubere theoretische Grundlage stellen.